Jessica Burri – Sopran & Dulcimer

Klangschalen und Obertongesang

Klangschalen kommen aus der Himalaja - Indien, Nepal und Tibet - und werden dort aus Messing in Handarbeit hergestellt. Heutzutage werden Klangschalen in tibetanischen Klöstern während der Meditation eingesetzt.

Die westliche Welt hat Klangschalen vor einigen Jahren entdeckt und hier werden sie in erster Linie für Therapien eingesetzt. Klangschalen werden auf bestimmte Körperteile gesetzt und angeschlagen oder gerieben, damit die Schwingungen auf den Körper wirken können.


Klangschalen

Klangschalen haben wie Kirchenglocken eine besondere Eigenschaft: die vorhandenen Obertöne sind ähnlich stark wie der Grundton, also sind sie deutlich zu hören. Das ist der Grund, warum der Klang der Schalen so faszinierend ist.

Jessica Burri benutzt ihre Klangschalen als ein großes, variables Musikinstrument und komponiert Musikstücke für Obertongesang mit Klangschalenbegleitung. Obertöne sind Bestandteile von Tönen und sind normalerweise nicht bewusst hörbar. Sie bestimmen die Klangfarbe des gehörten Grundtons. Sie können mit den Farben des Regenbogens verglichen werden. Weißes Licht besteht aus den sieben Farben, die man nur dann einzeln sehen kann, wenn sie durch ein Prisma oder Regentropfen gebrochen werden. Man kann Obertöne auch einzeln herausfiltern, zum Beispiel im Obertongesang.

Der Klang der Schalen ist zart und klar und wirkt am besten in Kirchen oder in Räumen mit vergleichbarer Akustik.

Jessica Burris Klangschalen sind ausgesuchte Exemplare und bilden eine Tonleiter.


Klangschalen

Klangbeispiel: Obertongesang © Maegie Koreen (mit freundlicher Genehmigung)

Kritiken

„Sphärische Klänge erhoben alte Fabrik fast zum Tempel.
Wenn man die Augen schloss, konnte man sich in einem nepalesichen Tempel fühlen, in einem mittelalterlichen Schloss oder einem gotischen Dom. Klänge, mal sphärisch, mal sakral, mal verspielt entführten in eine fremde Welt. Die Klanggebilde, die die ehemalige Opernsängerin Jessica Burri mit Obertongesang und fremdartig wirkenden Instrumenten erzeugt, sind schwer zu greifen. In jedem Fall verzauberten sie gestern abend die ... ausgediente Halle 4 auf dem Düsterloh-Gelände. ... Die helle und klare Stimme Burris ließ die Zuhörer durch die Lüfte schweben... ‘Unwahrscheinlich, welche Atmosphäre man allein mit Klängen erzeugen kann’, meinte eine Zuhörerin.“

General-Anzeiger

„Als sehr facettenreich erwies sich eine Komposition, die zu Anfang dieses Jahres entstanden ist. ‘Die vier Elemente’, in denen die Interpretin spezifische Merkmale von Luft, Erde, Wasser und Feuer musikalisch umschrieb. Klänge von meditativer Kraft, in denen sich gesprochener Text, Sopran, Obertongesang, Schalen, Regenstab und Gong zu einem bezaubernden Ganzen fügten.“

Hertener Allgemeine

„...die Bostoner Künstlerin Jessica Burri entlockte Messingschalen und dem Dulcimer die schönsten Klänge.“

Ruhrnachrichten

„Es war ein Musikabend für all diejenigen, die sich von der Musik nicht gern vorschreiben lassen, was sie denken und empfinden sollen. Zwar waren etliche Werke auf dem Hintergrund konkreter Texte entstanden, und sogar die einzelnen Sätze in Jessica Burris uraufgeführtem Zyklus ‘Der Himmel’ zeigten nicht nur wegen der Satzbezeichnungen durchaus programmmusikalische Charakteristika.
Doch auch wenn sie ‘Die Nacht’, ‘Gewitter’ oder aber ‘Regenbogen’ hießen, atmeten sie alle eine inhaltliche Weite, die es dem kreativen Hörer erlaubte, auch eigene gedankliche Wege zu beschreiten. Überhaupt war das eine Stärke vieler an diesem Abend vorgetragenen Werke: Sie ließen den Hörer in einen Dialog eintreten, hörend am Werk weiterschaffen und so selbst vielleicht Teil des Kunstwerkes werden.“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung